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Compositing Spaces
Wenn Räume entworfen, wenn Architekturprojekte dargestellt werden, kommen digitale Werkzeuge zum Einsatz. Neben der zweidimensionalen Plandarstellung und der fotorealistischen Visualisierung prägt die computergenerierte Animation zunehmend die Darstellungspraxis in der Architektur. Technisch ist mit diesem Medium der Weg zum Film geebnet, gestalterisch öffnet sich jedoch ein neues Feld.
An dieser Stelle setzt das Projekt "Compositing Spaces" ein. Es zeigt auf, in welchen Bereichen die Architekturanimation Anstösse aus dem filmischen Gestaltungsinstrumentarium aufnehmen kann. In Zusammenarbeit mit Architekturvisualisierern, Filmspezialisten und Wahrnehmungspsychologen konnte eine Ausdrucksform entwickelt werden, welche auf der Compositing-Technik beruht, dem Zusammenfügen und dem Animieren digitaler Bildelemente. Ausgehend von hochauflösenden Standbildern ist eine genuine Bildsprache entstanden, welche nicht nur narrative Strukturen und haptische Qualitäten verbessert, sondern auch in einem attraktiven Kostenrahmen umsetzbar ist.
"Das Projekt 'Compositing Spaces' beabsichtigt, ein Verständnis für die filmische Bildsprache in der Architekturvisualisierung zu schaffen. Überraschende Momente haben sich bei uns beispielsweise bei der Standpunktsuche ergeben. Zudem sind wir gegenüber sogenannten ‚Kameraflügen‘ viel kritischer geworden. Die subjektive Sicht des Erzählers, wie wir sie im Film erleben, führt uns näher an eine persönliche Raumvorstellung heran. Wir haben uns gefragt, ob es immer ganze Filme sein müssen oder ob teilweise unbewegte Einstellungen, wie in 'Compositing Spaces', den Raum besser erfassen." Martin Meier, raumgleiter.com, März 2006
Titel: Architektur und Film
Untertitel: Transfer raumrelevanter Filmelemente in die computergenerierte Animation im Bereich der Architektur
Förderstelle: DoRe Schweizerischer Nationalfonds SNF (Nr. 13DPD3-108250)
Zeitraum: Mai 2005April 2006
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